Juli 2017 – Besuch bei Freunden – Fortschritte bei Projekten

Im Juli 2017 sind 5 Mitglieder des Freundeskreises auf eigene Kosten nach Sambia gereist, denn Partnerschaft braucht Begegnung. Wir haben ein Land im Aufbruch erlebt und doch gibt es noch immer viel zu tun. Geschäftiges Treiben, Kleinhandel, Straßenverkauf, Einkaufszentren in den Städten, Supermärkte mit deutlich erweitertem Sortiment, viele Autos, mehr und bessere Straßen, mehr Unterkünfte zeigen, dass es vorangeht in Sambia!

Allerdings wachsen auch die Slums rund um die Städte, weil viele Menschen hoffen, hier Arbeit zu finden, leider meist vergeblich. Bei der Landbevölkerung kommt der Aufschwung nur schleppend bis gar nicht an. Immer noch müssen viele mit weniger als 1,00 € pro Tag auskommen. Kritik an der Regierung, die auch in unseren Medien zu lesen ist, wird im Land selbst nicht von allen geteilt.

Für die Unterstützung vom Freundeskreis bedanken sich nicht nur Erzbischof Chama, den wir bei einem offiziellen Treffen und bei einem Abendessen in lockerer Atmosphäre haben sprechen können. In Kayambi bedankten sich Lehrer, Schüler und Elternvertreter der Schule, geförderte Patenkinder, sowie Sr. Annie von der Krankenstation ganz herzlich für die finanziellen Hilfen der letzten Jahre. Groß war die Freude über mitgebrachte Bälle, Trikots, Laptops und den Kleincomputer für die Schule.

Bedingt durch eine Autopanne war unser Aufenthalt in Kayambi leider kürzer als geplant. Trotzdem konnten wir uns ein Bild von den erreichten Fortschritten machen und mit Müttern der „mother support group“, mit Lehrern und Schülern sprechen. Die Verständigung mit den Schülern auf Englisch klappte deutlich besser, als noch 2013. Insgesamt haben wir eine Verbesserung der Schulsituation festgestellt, wenngleich noch viele Aufgaben zu bewältigen sind.

In unserem Beisein und im Beisein von Fr. Joachim Kaputula (auf Diözesanebene für Erziehung und Schulen zuständig) gab es in der Schule diesmal 4 Einweihungen: die naturwissenschaftlichen Räume, Sanitärräume für den Mädchentrakt, der Jungentrakt und ein Wassertank wurden offiziell in Betrieb genommen.

Besucht haben wir außerdem das im Januar 2016 in Betrieb genommene Lehrerseminar in Mbala und das St. Fidelis Krankenhaus in Chilubula, das als Bezirkskrankenhaus inzwischen sogar mit 2 Ärzten besetzt ist. Außerdem die St. Monica Schule in Luena und die St. Bakhita Schule in Chiba (beides Sternsingerprojekte). Über den Bangweleu See und die Sümpfe sind wir nach Chilubi Island übergesetzt.  Diejenigen, die schon länger dabei sind, können sich vielleicht erinnern, dass Teile des Containerinhaltes 2007 eigentlich in die dortige Krankenstation sollten.

Am 15. Juli hatten wir die einmalige Gelegenheit, in Lusaka mit allen sambischen Bischöfen, fast 300 Priestern und ca. 10.000 katholischen Christen aus allen Teilen des Landes, den 125. Jahrestag der Ankunft der ersten Missionare in Sambia zu feiern. Nach vielen kleinen Feierlichkeiten im Land war dies die große Abschlussfeier mit einem über 4-stündigen Gottesdienst mit viel traditionellem Tanz und Musik.

In Livingston konnten wir ein paar erholsame Tage verbringen, uns die Victoria- Fälle ansehen und bei einer Bootsfahrt auf dem Sambesi im Sonnenuntergang die Schönheit und den Artenreichtum des Landes erleben.

Auch wenn es anstrengend war und wir die Weitläufigkeit des Landes wieder mal an den gefahrenen Kilometern ablesen konnten, es hat sich gelohnt. Wir werden berichten!

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