Über Kasama

Kasama ist der Hauptort der Nordprovinz von Sambia und Sitz der gleichnamigen Erzdiözese. Sambia, vormals Nordrhodesien, ist ein Binnenstaat in Zentralafrika, grenzt an Angola, die Demokratische Republik Kongo, Tansania, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Botswana und Namibia und erlangte 1964 die Unabhängigkeit von England.

Flächenmäßig ist Sambia mit ca. 752.614 km² (1) etwa doppelt so groß wie Deutschland, hat aber nur 14,7 Millionen Einwohner [10. 2010] (1). Das bedeutet, dass auf einem Quadratkilometer in etwa 19 Menschen leben (Vergleich mit NRW: 515 Einw./ km² (5). Die Amtssprache ist Englisch, das Klima tropisch mit einer heißen, schwülen Regenzeit von Dezember bis April, einer kühlen Trockenzeit von Mai bis September und einer heißen Trockenzeit im Oktober/ November (2).

Etwa 80% der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig, weitere 14% im Bergbau           (Kupferindustrie). Sambia besitzt erstklassiges Agrarland, von dem aber nur 10% genutzt wird (4). Außerdem verfügt es über reiche Bodenschätze ( Kupfer, Kobalt, Edelsteine) und große Wasserressourcen (1).

mit freundlicher Genehmigung des Hupe Verlages

Ein gewaltiges Problem des Landes ist der sehr hohe Anteil der HIV-infizierten Bevölkerung. Die Lebenserwartung ist bedingt durch die hohe HIV-Infektionsrate in den letzten  Jahren bei Frauen auf 38,5 Jahre und bei Männern auf 38,6 Jahre gesunken [Stand 2009] (8). Oft müssen Kleinkinder bei den Großeltern leben, da ihre Eltern bereits verstorben sind. Für das Jahr 2015 wird mit einer Million Waisen gerechnet, was 20% der Kinder im Land entspräche (2). Ermutigend ist das Wiederansteigen der Lebenserwartung auf 53,1 Jahre bei Frauen und 49,9 Jahre bei Männern im Jahr 2013 (8). Die medizinische Versorgung auf dem Land ist sehr dürftig; dennoch zeigt sich hier eine recht erfreuliche Entwicklung.

Im Human Development Index liegt Sambia auf Platz 141 von 187, gehört somit zu den ärmsten Ländern der Welt, Deutschland zum Vergleich liegt auf Platz 6 (9). Aber auch hier zeigt sich in der Entwicklung des Human Development Reports (HDR) von 1980 bis 2013 ein positiver Trend: 1980 lag der Index noch bei 0,422 und stieg seither kontinuierlich über 0,471 in 2005, 0,530 in 2010 bis auf 0,561 im Jahr 2013 (9).

Die Bevölkerung des Landes besteht überwiegend aus Christen. Das Land definiert sich laut Verfassungsänderung 1996 als christliche Nation. Die Volkszählung 2010 ergab, dass rund 75% der Bevölkerung Protestanten und 20% Katholiken sind. Der Rest verteilt sich auf verschiedene Naturreligionen, Muslime und Hindus (2).

Kasama ist mit knapp 95.000 Einwohnern [Schätzung 2006] (7) Hauptort der Nordprovinz Sambias, wichtigstes Versorgungszentrum, Sitz der Verwaltung des gleichnamigen Distrikts mit rund 200.000 Einwohnern [Volkszählung 2000] (7) und auch Sitz der Erzdiözese Kasama. Daneben besitzt Sambia ein weiteres Erzbistum (Lusaka) und insgesamt neun Bistümer (10).

Quellenangabe:

(1)      auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/01-Laender  /Sambia.html    [Stand 10.2014]

(2)      de.wikipedia.org/wiki/Sambia

(3)      de.wikipedia.org/wiki/AIDS_in_Afrika

(4)      de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_Sambias

(5)      de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsdichte

(6)      http://hdr.undp.org/en/countries/profiles/ZMB

(7)      de.wikipedia.org/wiki/Kasama#Wirtschaft

(8)      http://www.welt-auf-einen-blick.de/bevoelkerung/aids.php

(9)      http://hdr.undp.org/en/content/table-2-human-development-index-trends-1980-2013

(10)    http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:R%C3%B6misch-katholisches      Bistum_%28Sambia %29

 

 

 

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